Trommlervolk seht‘ her zu mir,
das vergangene Jahr ich präsentier:
Das Jahr begann ruhig, nichts Spektakuläres dabei,
und das sogar bis Ende Mai.
Doch dann am 1. Juniwochenende zu Hauf,
drückten sich die Termine auf:
In Mastbruch beim Biwak war ne Abordnung geladen,
marschierten im Ehrenzug, zwischen Schärpen & Fanfaren;
und einen Tag später ging’s zum Schützenfest übern Berg,
ins Dorf voller Kummer, Sorgen und Schmerz.
Dort hätten wir nach der Messe fast das Antreten am Kloster verpasst,
genossen bei Kaisers noch zu lang das kühle, erfrischende Nass;
doch bei: „Im Gleichschritt Marsch“ standen alle in der Reih,
nur einer nicht, der brauchte ‘ne Weil‘!
Der Bitzen, der ließ es eher ruhiger angehen,
ich nehm‘s ihm nicht übel, ich kann das verstehen,
denn seit er nicht mehr raucht, ist er ganz schön rund geworden,
da kann man nicht mehr so schnell, von heute auf Morgen.
Doch was ich dann Montags noch mit Entsetzen hört‘,
ich glaub unser Tambour ist ein wenig gestört?!
Da spielt er beim Umzug, ich glaub ich krieg Plack,
durch Kirchborchen, mit seinem Dudelsack.
Das war nicht das erste Mal, dass du Nordborchen so hintergehst,
und deshalb hab ich mir was überlegt,
hab bei „Doc Holiday“ ‘ne Bestellung aufgegeben,
das Ergebnis, sieh selbst: Es soll angeblich Berge bewegen!
[Einflößen des Serums ]
Ich verrat nicht, was drin ist, doch es hilft ungemein,
nun ist dein Körper von aller Schuld rein!!!
Den Sonntag waren wir noch bei Meyers Bernie vor Ort,
und gratulierten ihm zum 70. Akkord;
und Neewen Marcel machte Schäfers Horst Konkurrenz,
kam er doch tatsächlich im kurzärmeligen Hemd.
Aus Fehlern wird man klug, ich sag’s obendrein,
als Schuldausgleich gab’s ‘nen 10 €-Schein.
[Übergabe eines Langarmhemds]
Doch zurück zu Bernie, denn schon wie vor 10 Jahren,
fing es in Strömen an zu regnen an;
das Geburtstagkind war wütend und sagte benommen:
„Zu mir braucht Ihr demnächst gar nicht mehr kommen!“
Dann kam Kommers, ein ereignisreicher Tag,
wovon ich Euch nun erzählen mag:
Nachdem der Kugelfang wieder in der Halterung saß,
verstand ein Jungschützen-Trommler gar keinen Spaß;
Robitz Risse, sein Schuss war nicht ohne,
sicherte sich, voller Stolz, die Krone.
Und auch beim Laurentiuspokal gab es großen Applaus,
wir Trommler brachten den 2. & 3. Platz mit nach Haus,
und obendrein unter der blauen Mütze,
Dirk wurde noch Vereinsmeister & Frank bester Einzelschütze.
Ja, hier sah man eines genau,
es war kein Schützenkommers, sondern ein Abend in Blau!!!
Dennoch zog eines den Abend in den Dreck,
beim Essen waren die Haxen weg!
Wer hatte hierzu denn nur geraten?
Ach ja, die Flintenweiber, die forderten Braten.
Warum sind die überhaupt im Schützenverein?
Wir Männer drängen uns doch auch nicht bei den Landfrauen rein!!!
Nebenbeitrag:
Für den vorangegangenen Marsch lässt sich noch etwas erwähnen,
wie manche vom Nachwuchs sich so benehmen:
Einer konnte nicht mit marschieren, mit seinen 11 Jahren,
er hätte so Rücken und die Füße wären lahm,
aber an der Grundschule skaten gehen,
wir alle haben den Übeltäter, leibhaftig, gesehen.
Und ‘ne andere, die schreit immer lauthals heraus:
„Wenn wir Mützen aufsetzten, dann trete ich aus!“
Doch als Regen einsetzte klaute sie sich vom Vordermann eine der Kappen,
das Mädel war an dem Tag für viele der Lappen!
Beim Vogelschießen hatten Gockels ‘ne Austauschschülerin aus Frankreich mitgebracht,
keine Ahnung, was die sich bei dem ganzen Schützenkram gedacht,
nur sie fragte immer wieder warum man mir „Maulwurf“ sagt vorn Kopf?
Man erklärte ihr, das sein ein Synonym für bekloppt!
Naja, es ist halt ‘ne unendliche Geschicht‘,
ganz Unrecht hatte man sicher nicht!
Am Schützenfestsonntag schaute man besser nach oben,
da kamen in der Mallinckrodtstraße Wasserbomben, auf den Umzug, geflogen;
welche Familie das war liegt ja klar auf der Hand,
die sind ja auch noch mit so ‘nem Gestörten verwandt.
Für mich bleibt nur eines, ich sag es ganz leise,
diese Sippe sollte man nach KB ausweise‘!!!
Beim Wecken traute man seinen Augen kaum fort,
denn Amediecks Peter, trat vor die Tür in rosa Shorts,
er wirkte recht fröhlich, für die Uhrzeit schon munter,
nur Desiree meinte er hatte nichts drunter.
Für sie glich das alles einem fürchterlichen Traume‘,
im Schlaf sieht sie angeblich heute noch alles Baumeln.
Lieber Peter denk‘ bitte daran,
beim nächsten Mal zieh ‘ne Jeans Dir doch an!
In Alfen zogen wir diesmal ein dummes Gesicht,
hatten die für die Musiker noch nicht mal ‘nen Tisch,
und die Kohle sahen wir auch erst nach zähem Ringen,
vertraglich gesehen ein wahres Undingen!!!
Es ist sowieso ein Witz, dass der Wirt uns gibt Cash,
wenn da mal nicht was vorm Finanzamt versteckt.
Zu Paderborn gibt’s nur ‘ne kleine Anekdote,
vom Jugendwart Marci, unserem Rote‘;
der trat doch tatsächlich in den Heidezug ein,
wie bescheuert kann man eigentlich sein?
Rotes Haar und lila Jacke,
was ist das denn für ‘ne Kacke?
Ich hoffe bei Dir kehrt der Verstand bald zurück,
dafür wünschen wir dir alle sehr viel Glück!!!
Zum Schluss ja meine lieben Fründe,
Euer Präsi begann ‘ne Sünde,
ich hoffe Ihr verzeiht mir wovon ich nun schwade,
ich war mit den Kirchborchenern, in Amerika, bei der Steubenparade.
Nicht nur dass ich dabei war ist enorm,
ich trug sogar deren Uniform!
Und im Alkoholrausch, weil das so ist,
gab ich als passives Mitglied noch meine Unterschrift.
Ihr könnt mich schlagen und auch treten,
nur lasst mich bitte noch am Leben,
denn was nützen alle Prügel,
beseitigen tun sie nicht das Übel.
Nein Spaß bei Seite, ich will’s Euch sagen,
die Kirchborchener haben sich gebessert in den vergangenen Jahren,
wenn man Hamborn nicht noch am Arsch hätte,
dann wären die meisten alles wirklich ganz Nette!
Doch nun genug der Rederei,
das Jahr es ist nun hier vorbei,
ich wünsche Euch in geselligen Runden,
noch ein paar schöne, fröhliche Stunden.
So nehm ich noch ‘nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“
( Andreas Rensing, Nordborchen, 31.10.2011)
Jahresrückblick 2010
Auch im Jahr 2010,
wollen wir aufs Vergangene sehen,
ich hoffe Ihr könnt Euch wieder ein Wenig erfreuen,
starten wollen wir aber noch in 2009:
Beim letztjährigen Adventsmarkt durften wir einen Tag am Glühweinstand brillieren,
die Trommlerfamilie ist groß; und so taten wir uns weites gehend selbstfinanzieren,
doch eines ist traurig und ich kann’s nicht verstehen,
bei der Arbeit, hinterm Stand, immer nur dieselben stehen,
und am Ende vom Jahr tun sich dann alle laben,
und wollen, ein Stück vom Kuchen haben.
Es kann sich ja mal jeder selbst hinterfragen,
mehr will ich zu dem Thema dann auch nicht sagen.
Ach ja, der Ausklang am Volkstrauertag, bei Hermi, war mal wieder gediegen,
nur Kuddel ließ, wie so oft, seine Brille liegen.
Der verliert bestimmt Fünfe im Jahr, bei dem und bei denen,
er sieht nichts mehr, aber dennoch kennt jeden.
Damit du aber auch weiterhin den Durchblick behälst,
haben wir Dir eine neue Brille bestellt,
diese kann man nicht verlieren; nein sie wird Dich schmücken,
und entweder Deinen Kopf oder Dein Hinterteil beglücken.
Egal, welche Bedürfnisse in Dir vorgehen,
sie wird Dir treu zur Seite stehen.
Im Januar zur JHV,
da sah man eines ganz genau.
Wir Trommler sind ein Generationenverein,
20, 40, 50 und 60 Jahr gaben ihr Stelldichein.
Es regnete Urkunden und so manchen Orden,
nur Schäfers Reinhold hatte mal wieder andere Sorgen,
und sagte nackt uns in die Hand:
„Na super, noch ‘ne Tapete für die Wand!“
Beim Grünkohlessen war ein harter Kern ganz stur,
und soff sich einmal um die Uhr,
und Schwarzenbergs Andi, so kennt man ihn selten,
verfällt dann gern in vergangene Welten:
So schoss, ihm doch, in der Jugend, der Willi Buschmeier,
mit ‘nem Luftgewehr, gekonnt, auf die Eier:
„Die Sau, hätte der mich unfruchtbar gemacht,
ich hätte den Typen umgebracht!“
erzählte er eifrig mit Füßen und Händen,
man hätte schon wen gefunden, der für Deine Kinder den Samen tut spenden!
Dann kam Schützenfest und bereits am 1. Tag,
gab es, bei über 30°C, schon den ersten Eklat:
In unseren Reihen wirkte einer, zum Zapfenstreich, völlig fremd,
Amediecks Thomas, der kam nämlich nur in Hemd.
In dieser Familie hätt‘ ich sowas nie für möglich gehalte‘,
schuld war nicht Junior, sondern der Alte.
Ich will auch nicht lange darüber berichten,
die Strafe wurde, beim Kassierer, ordnungsgemäß beglichen!
Was ich nun erzähle ist kein Hohn,
man spricht im Schützenwesen von na Sensation!!!
Hätt‘ ich‘s nicht mit eigenen Augen gesehen; ich hätt’s nicht geglaubt,
Ehrenvorsitzender, Ernst Meyer, verweilt, zu Schützenfest, im Urlaub!!!
Das hat es in seiner über 70-Jährigen Geschichte noch nie gegeben,
aber irgendwann fügt sich jeder Mann dem Eheleben!
Richte nochmal Dank an Deine Tochter aus,
die stellte beim Wecken nämlich Bier und Kaffee raus.
Ansonsten waren beim Wecken alles brave Schafe,
traditionell hatte nur wieder Hümi verschlafe‘,
und ‘nen Sonderstatus hatte dieses Jahr,
Kuddel, Norbert Baumhögger:
„In Kirchborchen könnte man ab 50 selber entscheiden,
ob man weckt, oder im Bett will bleiben!“
Mit den Sprüchen der Kameraden musste er dann leben,
„Alter Sack“ und „Rentner“ gingen noch so eben!
Doch eines war beim Wecken noch so richtig doof,
noch nie, in all den Jahren, gab es so ‘nen geizigen Hof,
mit 8 Mann war man in der Gilde vertreten,
von vieren sahen wir nur die Moneten.
Wenn es wirklich so schlecht um den König und sein Gefolge steht,
will ich mal gucken, dass Sonntag der Klingelbeutel für die rum geht!
Im letzten Jahr von außen nass geworden,
schwitzten wir in Paderborn von Samstag bis Montagmorgen.
Durchnässt waren alle unsere Sachen,
die Schützen durchschwitzten sogar ihre Jacken,
und bei schwülen 30 Grad waren die Akkus schnell leer,
es schmeckte selbst das Bier nicht mehr.
Ja, glaubt mir ich konnte es selbst nicht verstehen,
noch nie hab ich uns so nüchtern nach Haus gehen sehen.
Ach ja, eins sei noch erwähnt – es war schließlich Premiere,
zum 1. Mal gab sich Bracken Andreas 2 Tage die Ehre!
Nach der Sommerpause brauchten wir dann nochmal jeden Mann,
denn im September mussten wir jedes Wochenende ran.
Das Pfarrfest war verregnet und alle waren schnell furt,
und beim 60-jährigen der Kirchborchener Trommler gab es ‘ne Wiedergeburt:
Michael war auf Klassentreffen und Kochs Jochen war krank,
und so führte uns, nach 8 Jahren, mal wieder Gockels Frank.
Verlernt hat er nix; es machte ihm sogar sichtlich Spaß,
trotzdessen das es ging durch die Kirchborchener Straß‘.
Auch in diesem Jahr, es war wieder dran,
stand das Herbstkonzert auf dem Programm,
und so gaben, sich ein Stelldichein,
alle musizierenden Nordborchener Verein‘.
Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei,
von Volksmusik, Musical und Marsch-Allerlei:
Der Kirchenchor z. B., der war gar nicht scheu,
und sang, zur aktuellen katholischen Lage, das Lied von der „Untreu“,
und auch der MGV sieht sich allmählich brach liegen,
und vollbrachte das Stück vom „Abendfrieden“!
Ansonsten haben sich alle ganz gut dargestellt,
und gezeigt, wie vielfältig sie ist, die Nordborchener Welt!
Für uns Trommler war das schon fast der Abschluss von der musikalischen Breite,
ich hoffe Ihr steht uns auch im nächsten Jahr wieder treu zur Seite:
Denn Ihr alle, die Ihr hier sitzt und steht,
zeigt, das „Verein-Sein“ nur gemeinsam geht!
Jeder, vom Kleinsten bis zum Präsident,
das Ganze erst zur Vollendung bringt!
Ich wünsche uns allen noch in den kommenden Stunden,
Geselligkeit und gemütliche Runden.
So nehm ich noch ‘nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“
( Andreas Rensing, Nordborchen, 31.10.2010)
Jahresrückblick 2009
Meine liebe Trommlerfamilie, wie phänomenal,
ich steh‘ hier schon zum 4. Mal,
und präsentiere Euch, Ihr könnt Euch freuen,
den Jahresrückblick 2009.
Doch starten wollen wir in 2008,
weil da, noch über einiges gelacht!
Beim Volkstrauertag waren wir mit 7 Mann vertreten,
und waren so in der Kirche, beim Beten.
Nun bin ich ja kein großer Messeverfechter,
doch man hat den Eindruck, es wird immer schlechter.
Ein Neubürger aus dem östlichen Block,
stand dort in dem Pfaffenrock,
und quälte sich mit deutschem Wort,
ne Stunde durch die Messe fort!
Selten hab ich Menschen so strahlen gesehen,
als das Schlusslied erklang und man konnte gehen.
Dann unter der Woche, dem Ehrenvorsitzenden zu Ehren,
ging’s zum 70. zu Ernst, um ein paar Bier zu leeren.
Und als wir uns draußen aufgestellt hatten, der Tambour riss an,
da schüttete es aus Kübeln, was es nur kann.
Doch scheiß egal, alles rin‘ inne Bude,
wischen musst‘ man sowieso die gute Stube,
und so spielten wir mit Bläsern und Alfen zusamm‘,
in Wohnzimmer, Küche und Flur: Ram, Tam, Tam.
Ein unvergesslicher Abend, Herr Meyer, ich freu mich schon jetzt,
wenn Du uns zu Deinem 80. einlädst.
2 Tage später wurd‘ aus Regen dann Schnee,
Bezirksverbandstag im Kaff nebenan, ich nenn‘s mal KB.
Der Marsch fiel aus, dank der Wettertücken,
für einmal „Sang und Klang“ gab’s 150 Mücken!
Und nachher in der Halle war wieder einer gewillt,
unser Michael wurd‘ zum Schotten und spielte im Killt,
und das für Kirchborchen, ich kriegte ‘nen Schreck,
doch es sei Dir verziehen, Deine Frau ist da weg.
Und noch eines wurd‘ uns bis heut‘ nicht gewahr,
ob der Schotte auch bei um die 0°C Grad,
zäh ist wie ein Ziegenbock,
und frei Baumeln lässt, so unterm Rock,
keiner traute sich zu gucken; nicht mal einer von den Alten,
ich kann’s verstehen, ich wollt‘ mein Augenlicht auch noch behalten!!!
Abends saßen wir dann exzellent,
bei der Westerngala, mit der Prominenz,
alles was Geld und Namen hat, kreucht da und fleucht,
und unser Stabsführer hatte die Buchse feucht,
im Stillgestanden sang er die Hymne da droben,
und wurd‘ nun endlich offiziell zum Ehrenunteroffizier erhoben!
Dann folgte Nikolaus und ich hätte niemals gedacht,
das unser Verein mal Weihnachtslieder macht,
unser Tambour gab sich vor Ehrgeiz ‘nen Ruck,
schreibte Noten zusammen und hatte Hefte gedruckt,
und so probten wir im September schon „Tochter-Zion“ in der Halle,
wenn uns einer gehört hat, der soll wohl gedacht haben wir haben sie nicht alle.
Wir lachten viel, vom ersten bis zum letzten Glied,
Schwarzenbergs Andi kopierte auf die Melodie von
„Morgen kommt der Weihnachtsmann“, von Bauer Heinrich das Schäferlied!
Und irgendwann war es dann soweit,
wir saßen vor dem Nikolaus und waren bereit,
viele guckten uns an mit großen Augen,
ob die wohl für die Weihnachtsmusik taugen?
Es sah schon komisch aus, als man so guckte in die Rund,
da saßen Kerle von über 200 Pfund,
die sonst Pauke, Becken und Trommeln rumtragen,
und auf einmal auf Klang-Hölzern und Triangeln schlagen.
Doch am Ende waren alle positiv erstaunt,
wir hatten uns wirklich sehr gut verkauft!
Im Februar gab’s dann, wir haben’s nicht vergessen,
nach 9 Jahren mal wieder das „Grünkohlessen“,
90 Leute aus 4 Generationen,
ein voller Erfolg, wir werden’s wiederholen.
Nach na Wanderung durch die Natur, was will man denn mehr,
tranken wir 18 Kisten Bier und 6 Pullen Schnaps auch noch leer,
und manch einem wurde dann morgens gewahr,
so’n Kater ist doch nicht so wunderbar!
Dann im März, Herrenabend bei den Western,
und hier muss ich über einige Mal lästern,
denn meine Wenigkeit und der Tambourmajor,
wir fuhren dort als einzige vor.
Alle andern am Stöhnen, der Rücken der schmerzt,
und auch andere Gebrechen, die machen nur Terz.
Ihr seid grad über 40 und schon raus aus dem Saft?
Da haben unsere alten Trommler ja noch alle mehr Kraft!!!
Beim Probennachmittag, da rappelte es wieder in der Kiste,
denn Michael führt bei den Proben nun wieder ne Anwesenheitsliste,
und einigen sah man’s im Gesicht zerinnen,
die konnten im März schon nicht mehr gewinnen.
Doch den schönsten Spruch drückte ne 15-jährige in die Runde:
„Maulwurf ich kann auch nicht immer, mein Tag hat nur 24 Stunde‘!“
Wie niedlich, aber sowas soll es geben,
wartet ihr mal auf das wahre Leben!!!
Dann ein Marathon der Feierei,
Ende April, bis in den Mai:
Maibaum aufstellen am 30. April,
es schüttete, ach was es will,
am Tag darauf, am 1. Mai,
nach Buke zur Standartenweih‘,
Ein festlicher Akt der Tradition zur Ehr,
der Rittmeister begrüßte uns als Kameraden der Feuerwehr,
und als Erinnnerung gab’s auf der B64 nach Haus,
für Kuddel, bei Benhausen, noch ein Foto heraus.
Dann am 02.05., dideldum,
Kirchborchener BlasorcheserJubiläum.
Ne Kiste Bier für 70 Mark,
wir fragten uns, ob da Gold drin lag?
Doch wir sind ja nicht so, wir geben ja gern,
ist ja Entwicklungshilfe für nah und fern.
Und dann riss uns der Colonel auch noch rein,
wir spielten im Kloster „Waidmannsheil“:
„Ne alte Frau wollt scheißen gehen…“,
ich hoffe die Nonnen konnten den Text nicht verstehen.
Dann den Sonntag, kaum einer hatte noch Lust,
nach drei Tagen trinken, nach Altenbeken mit dem Bus.
25 Leute, ne Mischung aus alt und jung,
saßen dann dort in der Halle herum,
und schütteten in sich rein, man kann’s ja vertragen,
Bier und Sahnetorte auf nüchternen Magen.
Dann stand das Event des Jahres an,
ein eiserner Boxkampf, Mann gegen Mann,
230 Zaungäste, Männer und Frauen,
wollten sehen, wie sich zwei Trommler verhauen.
Der Maulwurf gegen Rissen Max,
vorbei war’s mit der Freundschaft und dem Spaß!
Unser Vater konnt‘ dem nichts abgewinnen und war schon seit Wochen am Toben:
„Welcher Idiot hat dich eigentlich 24 Jahre lang erzogen?“
Ich sagte ihm auf Brief und Siegel:
„Da guck mal morgens in den Spiegel!“
Und so schlimm war es am Ende auch nicht, und alle waren froh,
für diese einzigartige, gute Show!
Zum Kommers, da gibt’s nur eins zu bereden,
wir Musiker taten Verdiente ehren:
60 Jahre Vereinszugehörigkeit, man kann es kaum glauben,
unserm Anton stand das Pipi in den Augen,
und noch jemandem wurden die Knie ganz weich,
als die nächste Ehrung wurde überreicht:
So erhielt unser Tambour von Ekelt am Rande,
den Kreismusikverbandsorden in Gold, am rotweißen Bande.
Ein Saisoneinstieg, wie man’s von uns Musikern gewohnt,
doch beim Vogelschießen konnten wir es toppen dann schon:
Drei Prinzen stellte das Tambourcorps in die Schützen-Runde,
man sprach schon von nem „Blauen Wunder“!
Uwe den Appel und Frank nahm die Krone,
Michael das Zepter, sein Schuss war nicht ohne.
Nur leider kam es auch in diesem Jahr wieder vor,
das Zepter glich nem Vibrator.
Wahrscheinlich hat Tete das grad nach dem Sex gemacht,
und noch an das ein oder andere Spielzeug gedacht!
Und nochwas muss ich mal eben erwähnen,
unser Gerätewart benahm sich nämlich daneben,
und meinte, er müsste beim Platzkonzert nicht mehr zu uns halten,
stand lieber an der Bierbude und trank mit den Alten.
Strafe muss sein, doch ich bin ja nicht so,
wir vergessen die Sache für 30 Euro!!!
Schützenfest Kirchborchen hat’s mir Mitttags schon gereicht,
die Trommler-Tenne war zugestellt, wegen na Festlichkeit,
und so glaubt’s mir Leut‘, ist’s keine Ente,
einige Musiker kamen nicht an Jacken und Instrumente.
Nach wilder Telefoniererei und zähem Strecken,
bekamen wir von den Bläsern die „Spiekers-Tünnes-Gedächtnisbecken“,
und konnten dann auch Musik machen,
doch uns war wirklich nicht zum Lachen.
Dauerregen prasselte nieder,
nass und kalt waren unsere Glieder,
doch zum Glück gab’s bei Kaisers nen wärmenden Saft,
der allen gab dann neue Kraft.
Giftgrün der Tropfen, er schmeckte etwas herber,
auf der Flasche stand nur „Gockelspermer“.
Respekt Frank, ich find das wirklich toll,
in einer Woche macht der ne Literflasche voll!!!
Schützenfest in Nordborchen, es gelang alles mit Bravour,
die Highlights passierten beim Wecken dann nur.
Unser Ehrenvorsitzender, ich sag’s mit Bedarf,
hatte in diesem Jahr nen sehr guten Schlaf.
Nach 52 Jahren und Sonnttags zuvor 4 Flaschen Sekt,
hatte er verschlafen und lag noch im Bett.
Und als er rauskam, wir dachten oje,
ein uralter Polter aus dickem Frottè.
Doch er war nicht der einzige, auch Schwarzenbergs Jung‘,
hatte sich verspätet um ne halbe Stund‘,
das macht aber nix, es gab auch hier kein Stöhnen,
jeder tat ordnungsgemäß seine 50 € entlöhnen.
Im Unterdorf ging es in diesem Jahr sowieso richtig rund,
Gregor machte bei Lüthen auf dem Trampolin nen Saltosprung,
und weil’s ja Spaß macht am frühen Tag,
wurd beim Marschieren auch noch rückwärts eingeparkt.
Dies hatte zur Folge, die Zeit sich ja dreht,
beim Treffen bei Fründs war man zu spät.
Betty wieder in Hochform, die Stimme empört:
„Hümeier bist du eigentlich gestört!“
Unsere Mädels, die kannten die nicht und wirkten beirrt,
sie sahen sich an und zwar ziemlich verwirrt.
Doch Kuddel, der nahm ihnen den ersten Schock:
„Keine Angst, die ist etwas gröber, die Frau in dem Rock!“
Doch das traurigste an diesem Morgen,
unser 5ter Hornbläser machte mir Sorgen,
so hatte ich mit Marcel 10 Wochen lang malocht,
Ton für Ton nur durchgeprobt,
und dann beim Wecken, ist’s kein Witz,
hört’s sich an als wenn man auf ne sterbende Katze tritt.
Damals hab ich gedacht, den Badke könnte keiner mehr toppen,
aber du hast in diesem Jahr den Vogel abgeschossen!!!
Schützenfest Alfen, welch eine Rennerei,
tief aus dem Tal, hoch oben zur Ziegelei,
und das bei über 30 °C,
machte selbst zu schaffen dem Tambourstab,
denn ein Bommel riss ab, da oben im Feld,
Alfen ist einfach ne andere Welt!
Ansonsten gab es aber kaum noch Böcke,
bis auf Manta, der versoff‘ seine Trommelstöcke.
Dann Paderborn, diesmal 4 Tage Kater,
und gleich schon am Freitag ein großes Theater:
Nicht nur das wir wieder die Regenkompanie waren,
zum Zapfenstreich sollten wir aufmarschieren hinter den Husaren!
Wo gibt’s denn so was, das ein Tambourcorps marschiert hinter nem Blasverein?
Der Vorschlag kam vom Paderborner Pferdewirt, von dem giftigen Kleinen!
Die Western konnten nichts dafür, nur nehmt einen Rat,
wenn der irgendwann wieder so’n Vorschlag hat,
nehmt ihn zur Seite und tut ihm dann sagen:
„Kümmer dich lieber um deine Ponys und um den Rasen!“
Ansonsten war das Fest einfach wieder willkommen,
fast alle haben sich auch durchweg benommen:
Zwar verlor Michael gleich wieder seinen goldenen Orden,
Jochen riss das Trommelfell und die Koppel am Sonntagmorgen,
und Kuddel und Manta fingen sich auch noch ‘nen Anpfiff ein,
weil sie zu scharf wirbelten bei den Neuhäusern im Verein.
Dann Sonntagsabends,das eiserne Quintett,
Uli, Jochen, Dirk, Gregor und ich machten Party und gingen nicht ins Bett,
und geleiteten den königlichen Hof, wie akkurat und royal,
mit Fackeln noch zum Ferrarisaal,
wo der Zilles, ja ein Mann ein Wort,
sich Königin Sperbel schnappte und tanzte vor Ort.
„Hey das ging ab, wir feierten die ganze Nacht!“
Das Regenjahr wurde kompletiert,
als wir zum Bundesfest durch die Senne marschiert,
Dauerregen prasselte in Hövelhof auf uns ein,
wir waren durchweicht vom Kopf bis zum Bein,
und so sahen auch die ersten Meter unserer Marschreihen aus,
ein peinliches Durcheinander, Wirrwar zu Hauf.
Und eines garantier ich euch, im nächsten Frühjahr dann,
proben wir Marschieren in Reih und Glied, Mann an Mann!
Wir ziehen zum Rat dann nochmal Wessels Anton und Kochs Hermann zur Seite,
das sind Experten, die machten damals der Jugend schon Beine!
Das war das Trommlerjahr in groben Zügen,
nur die Wirklichkeit und frei von Lügen,
und so blicken wir gespannt, man kann es verstehen,
vorfreudig auf das kommende Jahr: 2010!!!
So nehm ich noch ‘nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“.
( Andreas Rensing, Nordborchen, 03.10.2009 )
Jahresrückblick 2008
Zum dritten Mal, ach guck wie chic,
gibt’s heut den Trommler Jahresrückblick.
Doch diesen starten wir noch im Jahr 2007,
denn nach dem letztjährigen Gemütlichen noch einiges getrieben!
Ja, wie Ihr wohl alle wisst,
im Spätherbst immer Einzelprobe ist,
die Trommeln üben dann oben in der Tenne,
und wir Flöten trällern unten in der Penne.
Nun sind ja die Trommler immer schneller mit dem Üben,
weil die ja nur so‘n bisschen mit den Stöcken rumrühren,
und Michael meinte, sie sollten’s doch wagen,
und das anspruchsvolle „Fascinating Drums“ durchzuschlagen,
doch das Schlagwerk meinte, das wird nicht gelingen,
das Stück sei für sieben verschiedene Stimmen,
und da selten alle da sind an den Probentagen,
sollte man das Ding doch besser begraben!
Doch unserem Tambour war das nicht ganz geheuer:
„Macht von dem Ding doch ein Freudenfeuer!
Wir haben extra dafür die Startrommel gekauft,
und führten das Ding nur einmal auf!“
Ein Wort gab das andere, und auch böse Gesichter,
bis Schwarzenbergs Andreas kam, der eiserne Schlichter,
und sagte zu Michael: „Du musst das so sehen,
im Leben, da kann man halt nicht alles verstehen!“
Auf dem Adventsmarkt hatten wir mal wieder ‘nen Stand,
der Glühwein floss außer Rand und Band,
doch eines möchte ich dann doch noch beklagen,
es ist schon traurig sowas zu sagen:
Nun sind wir fast 40 Aktive in unserem Verein,
und bei solchen Veranstaltungen werden manche ganz klein,
und helfen an 3 Tagen nicht einmal ne Stund‘,
aber gießen sich das Zeug literweise in Mund!
Doch zum Glück haben wir die Frauen,
ja, auf euch, da kann man bauen.
Danke nochmals von uns allen,
wenn ihr wollt, dann tun wir euch auch mal ‘nen Gefallen!
Und nun rein ins Jahr 08,
als erstes ging’s zur Westernschaft,
zum Herrenabend ins Schalander,
man trinkt ja gerne miteinander.
Doch auf einmal, ich war leicht verstört,
ich hatte mich doch wohl verhört!
Es begrüßte uns ein Rentner mit grauem Haar:
„Ach, die Fürstenberger sind auch wieder da!“
Entweder, der war völlig besoffen, ich konnt‘ es nicht fassen,
oder seine Frau hat den die letzten 15 Jahre nicht mehr vor die Tür gelassen!
Nun will ich mal kurz ablenken vom Trommler-Jahr,
weil bei einem von uns noch was seltsames geschah:
Denn zu der Autowerkstatt von Gockels Frank,
kam Hans-Bernd von ne Pfeffermühle hingerannt,
und brachte seine besten Pfannen, aus eisernem Guss,
die der Frank wieder zusammenschweißen musst.
Ja, Herr Gockel wir danken Dir,
wegen deines Nebengewerbes, auch für das Essen hier,
nur ihr Hausfrauen, ja ihr alle,
tut mir bitte ein Gefalle‘,
werdet bitte nicht am Montag mit euren kaputten Geräten zu ihm gehen,
wartet noch ‘nen halbes Jahr, dann könnt ihr ihn auf dem Pottmarkt sehen!
Dann steht er da, mit Glanz und Glitter,
Borchens neuer Pfannenflicker!!!
Beim Probennachmittag wurde mir erstmals gewahr,
wir Musiker sind schon ne verfressene Schar,
ich war schon beeindruckt und muss ehrlich gestehen,
noch nie hab ich 8 Pizza-Gigante so schnell weggehen sehen.
Ich war auch gut dabei und dies nicht zum Dank,
lag 2 Tage im Bett, denn mein Magen war krank.
Dann war wieder Maisingen, oh mein Gott,
am Oberhaus, im Mallinckrodt,
allmählich wird das ja wieder zum festen Termin,
und die Bürger gehen auch wieder hin.
Nur eines sah man ganz genau,
es glich einer Alleinveranstaltung des MGV,
und Trommler und Bläser schienen nur geduldet,
wer hatte das denn nur verschuldet?
Der weise Bitzen sagte zu mir: „Ach Junge, reg dich nur nicht auf,
und schau bei denen doch mal aufs Alter drauf,
du musst nur abwarten und bist vertröst‘,
das ist der erste Verein, der sich biologisch selbst auflöst!“
Denn das häufigste Lied, was die singen schon seit Jahren,
ist und bleibt: „Ich hat‘ einen Kameraden!“
Und eines möchte ich noch erwähnen,
wie unsere Mädels sich ja so benehmen.
So traten einige zu mir ran:
„Maulwurf, ich weiß nicht ob ich beim Maisingen kann!“
Ich dachte mir, inner Woche, so um 7,
was wird denn da schon wohl getrieben,
das man nicht mal kurz um dann,
für ne halbe Stunde Musik machen kann?
Doch am Ende, ja, man’s schon versteht,
einige Jungs hatten ihnen den Kopf verdreht.
Doch nicht nur der Nachwuchs, auch übers ältere Semester,
gibt es einiges zu lästern:
„Herr Vorsitzender, ich komm nicht zum Auftritt und auch nicht zum Saufen,
ich will heut lieber mal Marathon laufen!“
„Wenn ich zur Probe gehe, guckt meine Frau immer schief,
ich melde mich besser ab, und werde passiv!“
„Ich erscheine nur alle zwei Wochen zum Proben,
das hat sich so eingebürgert, in meinem Kopf, da oben!“
Und manchmal dann der große Schock,
Man hatte einfach keinen Bock!
Dabei sind es doch der Stunden nicht zwei,
die man sich halten sollte mal frei,
und neben der Musik zählt obendrein,
geselliges Beisammensein!!!
Beim Vogelschießen sollte es passieren,
und unser neuer Nachwuchs durfte mit marschieren,
so sieht man uns seit Jahren dann,
endlich wieder mit über 40 Mann.
Zu Fronleichnam war man schon etwas bedrückt,
Prozession verschoben, wegen Katholikentag in Osnabrück,
und in Nordborchen gab es die schlechteste Organisation,
mussten noch die Kirche wechseln, wegen Konfirmation.
Bein uns Trommlern hoffte ich auf ‘nen Teilnehmerrekord,
doch nach 12 Mann im Vorjahr, waren nur 5e vor Ort,
und dies fand ich komisch, schon etwas verwegen,
denn eure Frauen, die waren alle zu gegen,
und selbst unser Tambour, ich will mich bedanken,
von der anderen Seite den Protestanten.
Bei Roeren Werner hat‘ ich gedacht, auf die Schnelle,
der richtet den Altar noch in seiner neuen Kapelle,
doch bei den andern muss ich mal mit den Müttern reden,
ob in der christlichen Erziehung nicht was falsch gewesen!
Dann kam Schützenfest, bei sengender Hitze,
das Fest, es war mal wieder Spitze.
Und der Montag, man vermag,
war wohl wieder der schönste Tag.
Denn das Wecken in der Früh,
ein einzigartiges Gefühl!
Diesmal kam nur Hümi zu spät,
den Schein gleich beim Kassierer in die Tasche gelegt,
und die Gruppe Oberdorf, mit Respekt,
spielte in Roerens Konzerthalle ihr erstes Sonett.
Und noch was Kurioses, ich will’s euch verraten,
fand man beim König im Vor-Garten.
Ein weißer Stoff schimmerte da,
oh welche Freude, ein BH,
ich dachte mir ojemine,
Riesenbrüste: 80-E!!!
Leider darf ich nicht nennen den Namen,
nur so viel: Fragt mal bei den Hof-Damen!
Wenn ihr meint, das könnte man nicht mehr toppen,
dann will ich euch mit noch was schocken,
denn beim Sammeln, unten bei Fründs inne Dehle,
gab’s erst richtiges Krakehle:
Ja, Voßmanns Josef sang aus vollen Backen,
unter anderem „Das Lied vom Kacken!“
Und Schweinkram wurde auch noch erzählt,
dieses Mal hat’s an nix gefehlt.
Und auch beim Frühstück, in der Halle,
wurd‘ es ab und zu ganz laut,
denn wenn die Gläser waren alle
sangen wir: „Maria hilf uns allen aus der grauten Naut!“
Schützenfest Kirchborchen, diesmal 2 Tage,
10 Mal um die Kirche rennen, welch eine Plage,
doch zur Stärkung gab’s neben was für’n Durst,
bei Franz-Josef Kaiser sogar ne Wurst,
seit Jahren ist er für uns eine Bank,
im Namen des Vereins nochmal: Herzlichen Dank!
Den Sonntag spielten wir in komplett weißer Montur,
denn die Sonne schien schon seit Tagen nur,
eine Augenweide, weit und breit,
selbst Meister Propper erblasste vor Neid,
und an den Trommeln passend zur EM,
hatten wir die Deutschlandfahnen wehen.
Als nächstes tranken wir an Theken,
zum Schützenfest in Neuenbeken,
und wieder nur in Hemden und weißen Hosen,
man hielt uns gar schon für Matrosen.
Nun muss ich doch ein bisschen lästern,
über die Terminwahl, zur Bauden-Einweihung bei den Western,
das EM-Finale war an diesem Tag,
und der Ferienbeginn sein Übriges tat.
So waren wir geplagt von diesen Nöten,
und spielten teilweise nur mit fünfen Flöten,
denn Gockels und zwei Familien Rissen,
taten sich in den Urlaub verpissen,
und so fehlten uns mit einem Schwung,
gleich neun Leute aus der Trommlerrund‘,
doch wir holten alles aus unserer kleinen Combo raus,
und ernteten zu Recht Applaus.
Und als ich Menschen beim Zapfenstreich weinen sah,
da wurd‘ mir eins erst richtig klar,
egal, wie viel Mann die Musik bewegen,
Gefühle kann man immer erregen!
Durch Alfen sind wir auch wieder gezogen,
die Zeit, die war im Nu verflogen,
und so konnte man die letzten blauen Jacken sehen,
nachts um 12, schwankend durch das Almetal gehen.
Und einen von denen, ich nenn keinen Namen,
bei dem wurden die Beine doch ziemlich lahm,
und so gab er, weil es seien musst,
dem Asphalt zweimal einen Kuss!
Und montags sah man Kochs Markus beim Wecken rumfegen,
im Schlepptau den Bischoff, für den geistlichen Segen,
nun bist du der Vierte von uns, der in Alfen geweckt,
stolz muss man nicht sein, aber das Bier hat geschmeckt.
Trotz solcher Exzesse waren wir noch lange nicht satt,
und spielten nochmal drei Tage in der Stadt.
Aufgrund eines Missverständnisses hatten wir uns immer zu früh getroffen,
und waren beim Antreten schon fast besoffen,
und dennoch lief eigentlich alles perfekt,
wir Trommler sind einfach immer korrekt!
Wir spielten unsre besten Stücke,
nach dem Motto: „Mut zur Lücke!“,
zeigten seit Jahren, die geilste Parade,
rund um die Kastanienpromenade.
Und hierbei sticht auch noch hervor,
die Ehrung unseres Tambourmajors,
der, durch gute Arbeit und ohne Gier,
befördert wurd‘ zum Ehrenunteroffizier!
Ach Michael, du bist schon einer unserer Helden,
kannst dich gleich mal beim Kassierer melden.
Auch wenn’s so scheint, alles war dann doch nicht so chic,
ich muss nun auch üben etwas Kritik:
Im Westernheft, ich musste grübeln,
ein Bild von uns, was wurd‘ mir übel,
mein Gesicht war weiß, wie bleiche Kreide,
wir sahen aus dort, wie die Heide,
eingefärbt in Lila-Jacke,
wie kann man nur, was für ne Kacke!!!
Zum Pfarrfest sag ich mal ganz brav,
wir Trommler ham‘ ein schwarzes Schaf,
denn Elmar, unser Leichtmatrose,
kam zum Fest in schwarzer Hose;
den Zwanni für falsches Outfit, kannst du auch noch beim Kassierer abdrücken,
und zum späten Abend tat einige noch was entzücken:
Bei Baumhöggers Martin, man ist ja cool,
ging’s bei Temperaturen um 10°C noch in den Pool,
ob Stützkorsett, String, oder labbrige Short‘,
alles sah man dort vor Ort,
ein Gegröle von den Frauen, es waren gar nicht viele,
vor Eiseskälte, Nippel groß, wie Trecker-Ventile!
Ach, was haben wir gelacht,
was man im besoffenen Kopf nicht so alles macht!
Dann, ne Woche später, wir wollten gar nicht drum betteln,
ging’s zum Musikerfest nach Etteln,
unser Paukenspieler, ich wollt‘ ihn lünchen,
reiste schnell zum Oktoberfest nach München,
und so kam es, ja, ganz ohne Fragen,
der Präsi‘ musst die Pauke tragen!
Warum ich, und keiner von den Konserven?
Das will ich euch mal schnell erklären:
Alle waren am Jeimeln und ständig am Heulen,
Pauke spielen, das wäre nur Keulen,
und mit Anfang 40, schon verrückt,
überall ein Muskel zwickt;
Zentner schwere Weiber, die können sie stemmen,
aber ansonsten alles kleine Memmen!!!
Zum 50. zu Kuddel fuhren wir dann abends heim,
und der halbe Spielmannszug aus Husen stieg bei uns ein,
und überraschte Norbert mit gekonntem Händchen,
beim bravourösen Geburtstagsständchen.
Es war ein nettes Fest und ganz gediegen,
nur einige von der Jugend haben’s mal wieder übertrieben;
eine dacht‘ sie könnte saufen,
konnt‘ um 11 schon nicht mehr laufen,
und Mami musste mit ihr zum Bettchen gehen,
kopfschüttelnd haben wir’s gesehen.
Und ein anderer, ich hielt’s für’n Gag,
am nächsten Tag waren Brille und Handy weg,
und als hätte das noch nicht gereicht,
Mama verpasste ihm noch ‘nen Backenstreich,
und Brille und Handy, ja, ihr könnt’s erraten,
lagen 300 Meter weiter in des Nachbars Garten,
und obendrein, dem Suff zum Trotze,
eingebettet noch in Kotze.
Das Beste scheint mir für euch nur,
bleibt erst mal bei Wasser pur!!!
Beweisen könnt ihr euch noch das ganze Leben,
macht’s wie ich früher und lasst es ruhig angehen.
Kleiner Scherz, so ganz am Rande,
fragt mal unser Mutter hier im Lande,
ich glaub die tut dahinten sitzen,
wenn die an früher denkt, kommt die heut noch ins Schwitzen!
Und dann gab es noch ein großes Zenober,
Herbstkonzert, im goldenen Oktober!
Ein abwechslungsreiches Programm aus Gesang und Spiel,
mit bunten Verkleidungen es einfach gefiel:
Der Cantamus-Chor den König der Löwen erweckte,
unser Repertoire sich bis ins Amerikanische streckte,
auch der Kirchenchor zeigte sich durchweg geprobt,
das sie mehr können außer nur Gotteslob,
und selbst der MGV hatte wieder allen gezeigt,
man kann auch noch singen, wenn der Lebensabend am Horizont scheint!
Ein gelungener Nachmittag, wie haben uns super präsentiert,
und gezeigt, dass bei uns im Verein ne Menge passiert,
denn Tambourcorps ist schon lange nicht mehr nur Knüppeln und Saufen,
wir entwickeln uns ständig weiter und wollen uns besser verkaufen.
Doch mit dem Alkohol ich sag’s obendrein,
den schütten wir trotzdem noch gern in uns rein.
Und dieses sollte auch schon ne Woche später wieder geschehen,
als man uns bei der Hohenfelder-Brauerei hat gesehen.
Samstagnachmittags, weil’s seien musst,
50 Mann und ab in Bus!
Ne super Fahrt mit Jung und Alt,
ich denke, das wiederholen wir bald.
Auch wenn manche, ich hört’s vom Sagen,
so einige Bier nicht ganz vertragen,
und sonntags, würgend mit ihrem Rüssel,
den ganzen Tag nur über der Schüssel.
Das war nun das Jahr mit seinen Geschehnissen,
so manches haben wir wieder gerissen,
und wie man sieht hier in der Rund‘,
wir leben noch alle und sind kerngesund.
So soll es auch bleiben, ihr könnt euch jetzt schon freuen,
auf den Jahresrückblick 2009!!!
So nehm ich noch ‘nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“.
Zugabe:
Lieber Michael ich darf dich bitten,
komm mal nach hier vorn geschritten.
Du sagtest ja mal 2012 wäre Schluss,
10 Jahre Tambour, das reicht an Genuss.
Du hättest ja zu Hause auch nur ‘nen Maßband von 10 Längen,
für jedes Jahr eine, dann müsst‘ man’s beenden.
Nur du glaubst nicht was mir wiederfahre,
ich fand sogar ein Band für 50 Jahre,
doch für so ne Zeit sollst dich auch nicht überwinden,
nimm erst mal das 20er Ding.
Du hast es zwar nicht immer leicht,
doch musikalisch bringst du uns sehr weit,
wir Musiker können uns einfach nicht beklagen,
im Namen aller will ich Danke sagen!
Und da du so viele Mittagspausen zum Notenschreiben geopfert hast,
lädt dich das Tambourcorps ein, und du bist mal Gast,
zum Essen, hier in der Pfeffermühle,
mit diesem Gutschein für 2 Stühle,
habt ‘nen schönen Abend und erzählt euch schöne Geschichten,
denn durch die Vereinsarbeit musste auch deine Frau auf einiges verzichten!
( Andreas Rensing, Nordborchen, 02.11.2008 )
Jahresrückblick 2007
Im Januar der große Schock,
Werner und Frank hatten keinen Bock,
nach Jahren schon im hohen Amt,
seien allmählich ausgebrannt,
und machten Platz für neue Knaben,
doch keiner wollt die Posten haben!
Man kam auf mich und Gockels Dirk,
wir seien beim Fußball schon leiert,
wir stellten uns und sagten „Ja!“,
alles schien so wunderbar,
nur leider musste ich vernehmen,
das „eine“ Stimme war mir gegen,
denn unser Oberst hob die Hand,
und hat’ sein eignen Sohn verkannt.
Ich sei nicht alt, ein junger Spund,
so viele andere in der Rund.
Doch wenn ich schau aufs Jahr zurück,
ach Vater, mit uns hat’s doch geglückt!
Und noch wer musste zur Versammlung schwitzen,
seht ihn an es ist der Bitzen,
denn erstmals wurde untersagt,
„Das Rauchen!“, solang die Versammlung tagt.
Doch zum Glück hat er die Walli,
die noch zügig, dalli, dalli,
ihm den Rücken zugeklebt,
Nikotin, der Norbert lebt!
Zum Ende des Monats war’s mal wieder soweit,
zur Rheder-Brauerei, mit unsere Buker Freund’,
es wurd’ gesoffen und gesungen,
ein toller Abend schien gelungen,
wenn nicht wieder Dirk, der Held,
hätt’ uns alle bloßgestellt.
Ja, du guckst, ach Scheibenkleister,
unterbrachst den hohen Rittmeister,
der sah ihn an und schrie mit Verlaub:
„Asche falle auf dein Haupt,
dann hast du dann mal über der Fratze,
etwas anderes als ne Glatze!“
Ende März in der Halle da droben,
folgte der Nachmittag, wieder zum Proben.
Neue Stücke, z. B. „Glück auf!“,
wo Michael meint, da schaut man nur drauf,
und kann’s nach zweimal auswendig dann,
die meisten schauten ihn groß an!
Nur Schwarzenbergs Andi der sagte dem Mann,
was er von uns Burschen erwarten kann:
„Gib meinem Stift mal am ersten Tag nen Skalpell,
und sag ihm, kastrier das Ferkel mal schnell,
der wird dann mit den Schultern zucken,
der kann das nicht von zweimal gucken!“
Ansonsten lief alles sehr ruhig ab,
bis der offizielle Teil war gepackt,
denn dann pöhlte unsere Jugend in der Halle mit ’nem Ball,
auf einmal kam der große Knall,
und überall nur wildes Wirren,
sah man Fensterscheiben klirren;
halb so wild, wenn wir Erwachsenen hätten’s entdeckt,
doch unsere Kids haben erst mal ’nen Schirm ins Loch gesteckt,
und dann weiter rumgetollt,
na ja, ihr habt’s nicht anders gewollt!
Wie’s der Teufel dann so will,
der Hallenwart mit viel Gebrüll,
schiss uns ordentlich zusammen,
als wären an seinem Körper Schrammen.
Zum Glück hatten wir die Gebrüder Koch,
die geflickt ganz schnell das Loch,
mit flinken Händen und Perfektion,
mit na Platte Sperrholz und Silikon!
Von einem ging’s zum nächsten Komplott,
zum Maisingen, unten am Mallinckrodt,
wo zum Spielen wir gebeten,
doch aus Personalmangel nur mit na Abordnung angetreten,
im Programmheft standen wir zum Tag,
obwohl wir gar nicht zugesagt,
Missverständnisse soll man erleben,
doch nächstes Jahr wird’s das nicht mehr geben!
Dann werden wir auch musizieren,
und mit ’nen paar Stücken wieder brillieren!
Im Mai dann endlich Schützenfestsaison,
vom Hofstaat gingen wir das letzte Mal in „Grün“ davon,
und am Vogelschießenabend konnt’ man uns schon wieder ertappen,
in unseren traditionellen, blauen Jacken.
So schön wir auch mit Peter und Anja gegang’,
wir bleiben Trommler ein Leben lang!
Schützenfest in Kirchborchen, es ist wie es ist,
bei all dem Gerenne man’s schnell wieder vergisst,
doch eins wird wohl in Erinnerung bleiben,
als wir so durch den Böhm am Steigen,
da lacht’ uns von der Erd ein Schildlein an,
auf dem groß geschrieben stand:
„Der Maulwurf grüßt die Kirchborchener Schützen!“,
wir alle kamen schwer ins Stutzen,
Mauli und die Kirchborchener Freunde?
Nein, keine Angst wir bleiben Feinde!
Nebenbei, nun seit mal leiser,
bedanken wir uns noch bei Franz-Josef Kaiser,
für die ersten Flaschen Bier am Tannenweg,
auf das es in Zukunft so weitergeht!
Die Woche drauf ging’s endlich los,
bei uns in NoBo, richtig groß,
es fing an mit kirchlich Ton,
die Fronleichnamprozession,
wo manch einer von uns bei Amedieck,
gar nicht mehr die Kurve kriegt,
so gingen Dirk, und ich mal wieder,
bis noch hin nach Bodo nieder,
aßen Eier, Käse, Wurst,
tranken einen auf den Durst,
und gingen dann, eigentlich schon müde,
zur Schützenversammlung inne Pfeffermühle.
Dort blieben wir mal wieder bis zum Schluss,
bis uns Vroni rausschmeißen musst’.
Das sind Geschichten, ach die dollsten,
wir waren wohl auch die Tagesvollsten!
Samstags war es dann soweit,
Schützenfest für alle Leut’,
es waren schwüle, heiße Tage,
Mensch, ich sag’s euch, keine Frage,
auf die Höh’ zum Ortberg klettern,
den Knocken hoch die Märsche schmettern,
und nur, weil da welch in „Grau“,
waren wieder mal zu faul!
Ja ich muss sagen auch auf diesem Fest,
waren wir geiler als der Rest,
„Laudato si“ man niederschrieb,
wir sangen dem König sein eigenes Lied,
wir tranken mit 30 für 50 Mann,
ein jeder war von uns angetan.
Dies zeigte sich auch in der Zeitung seriös:
„Der Spielmannszug war wieder pompös!“
Ach ja, liebe Leut’ nun klatscht in die Hände,
es gab auch wieder ne 30Liter-Spende’,
Gockels Uwe Sonntags fehlte,
Klaus sich zu spät zum Wecken quälte,
und jeden Montagnachmittag wieder,
kommt zum Schluss der Meyer-Tiger,
doch seine Ausred’ bleibt adrett:
„Mama hat mich nicht geweckt!“
Wo wir grad sind hier bei der Spende,
gebt dem Zilles was in die Hände,
ich glaub der Jung hat keine Kohle,
verlor beim Marsch vom Schuh die Sohle,
ich will noch mal mit Vorschusters sprechen,
vielleicht ham die noch irgendwo ’nen Lederschuh stecken!
Bevor die Reise weitergeht,
eines hab ich noch erlebt,
es gab da noch ne kleine Zote,
so ne schöne Anekdote:
Seht mal Rissen Martins Kopf,
hinten dran hat er den Zopf,
und unser Dolton, René Voß,
fragte sich, was das wohl kost,
wenn er den Zopf, so an der Theke,
schnipp, schnapp, ab zu Boden legte?
Wir alle boten 50 Liter,
selbst der allergrößte Spritter,
nur Manta, der blieb ruhig gelassen,
tat sich den René nur fassen,
und sagte zu ihm im leisen Ton,
hör mal zu mein lieber Sohn,
sollte mein Schwanz auf der Theke kleben,
dann liegt deiner schön daneben!
Als nächstes waren wir in Alfen vor Ort,
mit na Truppe knapp übern Minusrekord,
in Holtheim waren wir mal 17 gewesen,
jetzt bekamen 18 die Spesen,
und trotzdem ernteten wir viel Lob,
für unser Super-Aufgebot!
Ja, wenn man da so rübersieht,
was im Almedorf so geschieht,
ich glaube die in „Klein Bethlehem“,
sind auch zufrieden, wenn wir spielen mit zehn.
Zum nächsten großen Höhepunkt,
nach Paderborn, bei all dem Prunk,
zum 150. Schützenfeste,
bei den Western nur das Beste,
ein Fest, was seines Gleichen suchte,
eine Kompanie, wie sie steht im Buche,
und wir Partytrommler vorne vor,
beste Musik für jedermanns Ohr!
Alles schien so wunderbar,
bis dann Montagsmorgens war.
Um kurz vor sieben rief mich der Fromme an,
was ziehen wir denn für ne Hose an?
Ich sagte „Weiß“, wie immer doch,
wo liegt denn das Problem hier noch?
Ja, vor ihm lief’ so’n Trommlerspacken,
mit schwatter Buchs bis an die Hacken!
Ne, lieber Klaus, ich sag es dir gern,
das Finanzielle regeln wir noch intern!
Ein letztes Mal noch guter Dinge,
zum Jubelfest nach Bad Lippspringe,
auch hier haben wir uns gut präsentiert,
Lieder gesungen und Märsche gespielt,
überall die Straßen voll,
die Atmosphäre war schon toll!
Übers Pfarrfest gibt es kaum ’nen Gag,
man trinkt ja für den guten Zweck,
nur eines ist schon traurig, sehr,
um 6, da brennt der Grill nicht mehr,
und das letzte Bier wird schon um 7 zelebriert,
wer hat denn da nur kalkuliert?
Ja, wenn man nichts verdienen will ihr Pfarrgemeinderatsfreunde,
dann war’s das bald mit dem Fest an der Scheune!
Noch einmal gingen wir in Maß und Norm,
zum Bläserfest, in Uniform.
Stell sich das mal einer vor,
50 Jahre Bläserchor!
Ich frage mich, ja voller Wonne,
gibt’s solang schon die graue Tonne?
Ein kleiner Scherz, ganz ohne Bedenken,
ich wollt nur einen Seitenhieb lenken,
ja, ihr Trommler es war schon hart,
man verübte auf mich ein Attentat,
und hing Laurentius, an meine Jacke,
ohne das ich’s merkt, das Bläserwappe’!
und ich lief, ganz ohne Hohn,
damit die ganze Prozession.
Meine Schwestern, ja, die hatten Spaß,
nur ich, ich wurde ganz schön blass,
doch ihr wisst es, all die hier stehen,
an meiner Jacke werdet ihr so was nie sehen,
und ich sag es euch, so wahr ich hier spreche,
irgendwann da werd’ ich mich räche’!!
So das war es wohl Ihr Lieben,
das Trommlerjahr in groben Zügen,
ich hoff es hat euch Spaß gemacht,
und habt an einiges zurückgedacht!
Nun lasst es euch noch richtig munden,
habt noch ein paar schöne Stunden,
denn nicht nur der Gemütliche soll heut zum Feiern sein,
zelebriert wird auch das 80jährige Bestehen des Verein’,
und dazu, kommt auch, ja bitte,
40 Jahre Trommlerhütte!
Ansonsten sieht man sich, bevor das Jahr bald end’,
sicherlich am 1. Advent,
denn wir Trommler haben wieder ’nen Pott,
voll mit Glühwein am Mallinckrodt!
Und wer dann kommt auf den Genuss,
für den gibt’s auch wieder was mit Schuss!
So nehm ich noch nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“
Jahresrückblick 2006
Das Trommlerjahr neigt sich dem Ende,
schau auf die kaputten Hände,
gepfiffen aus dem letzten Loch,
doch Spaß gemacht hat’s jedem noch.
So gab es auch in diesem Jahr,
manche Sache sonderbar.
Los ging’s mit dem Rumtatar,
im April im frühen Jahr.
Geladen hatte ohne Lästern,
der MGV und’s Blasorchester;
zum gemeinsamen Musizieren,
das Frühlingskonzert zu zelebrieren.
Wir spielten unsre neuen Stücke,
nach dem Motto: „Mut zur Lücke“;
dabei war dieses eine Ding,
irgend ne Band tut das auch sing’,
für uns war’s das Lied der Armen,
der Cournel kannte kein Erbarmen,
„El condor pasa“ immer wieder,
nee wat schmerzten unsre Glieder.
Weiter ging’s ne Woche späder,
im Nachbarort, im fernen Wewer.
100 Jahre Spielmannszug,
das war für einige Grund genug,
so richtig tief ins Glas zu schauen,
es dachte keiner an die Frauen.
Der letzte Spielmann aus Nordborchen,
musste seinem Fuß gehorchen,
war zu Hause so um drei,
wat für nen Tanz in Mai.
Als Nächstes kam’s zum Vogelschießen,
ein Fest immer zum Genießen,
und schon morgens um zehn-dreißig,
stand der neue König fleißig,
unter unserer Vogelstange,
ihm war längst schon nicht mehr Bange;
Peter der Erste, ein eiserner Schütze,
trägt jedoch in seiner Mütze,
immer noch das Trommlerwappen,
so sind sie halt die blauen Kappen.
Glaubt mir Leute ist’s kein Scherz,
in Peters Brust das Spielmannsherz.
So nahm er sich zu seinem Hofe,
nebst Gattin, seiner lieben Zofe,
auch vier Spielleut’ mit ins Boot,
der Tambour, der sah sicher rot.
Ne ganze Marschreih’ weggenommen,
spürt er die Bläser näher kommen.
Man sah ihn nun bei jedem Fest,
5 Meter marschieren vor dem Rest.
Ne Woche später war’s dann soweit,
die alljährlich Leidenszeit.
Beim Schützenfest im fremden Borchen,
sollt man unserer Musik horchen,
Berge hoch und Berge rab,
Spiekers Tünnes fiel sogar das Becken ab,
und dazu das Theater mit den Jacken,
bei 35°C im Schatten.
Es gehöre doch zur Spielmannsnorm,
beim Zapfenstreich in Uniform,
selbst der Heimatverein lief nur in Hemden,
und wir sollten uns dafür schänden?
Die Mehrheit hob die Hand zum Zeichen,
und die Jacken mussten weichen,
So war der Ärger ganz ohne Hohn,
nach wenigen Minuten auch wieder verflogen.
Doch was war los im Nachbarort,
viele Menschen blieben fort.
Im Festzelt eine gähnende Leere,
draußen keine Atmosphäre;
manche Leut’ hört man nur sage,
wir warten lieber noch sechs Tage,
in Nordborchen ist’s doch familiärer,
dem ganzen Feste doch viel näher,
man hört genauso die Trommler und Bläser,
und es gibt Bier aus richtige Gläser!!!
Nun ließ es sich nicht lange Bitten,
rückt heran mit großen Schritten,
der Höhepunkt eines jeden Jahres,
Schützenfest es ist was Wahres.
Doch vorher noch zur Prozession,
für die ganze Garnision,
und dabei die üblichen Acht,
Spielleut’ werdet doch mal wach,
man kann nicht immer feiern, saufen,
man muss auch mal im Dorf rumlaufen,
und im Anschluss gibt’s doch dann,
bei Hermi Bier für jedermann.
Apropos Bier und sowieso,
da war doch was mit Horrido?
Ich glaub es war so am Kommers,
wo sieben Trommler wurd’ geehrt.
25 Jahre Schützen,
diesen Anlass sollt man nützen,
unsre Jungs mal zu bewegen,
endlich einen mal zu geben.
Zweimal Risse, zweimal Gockel,
Meyer, Roeren und auch Bracke,
laufen rum mit Orden groß,
wo bleibt denn die Kameradschaft bloß?
Stehet auf und zeigt die Scheine,
dann bleibt Ihr unsre besten Freunde!!!
Zu Schützenfest es sei verziehn,
die vier Hoftrommler mal in grün;
doch was soll man anders machen,
Peter passt nicht mehr in seine blauen Sachen.
Es war ein Fest vom allerfeinsten,
für die Großen und die Kleinsten,
gesoffen wurd’ wie alle Tage,
Gockels Dirk trug man zu Grabe,
eingebettet inner Decke,
Kerzen rund um die Facette,
der König las die heilge’ Schrift,
vor Lachen uns fast vollgeschifft.
Zum Höhepunkt an der Stadtweg-Promenade,
lief auch noch „Ich hat einen Kamerade“.
Schützenfestmontags staunte man dann,
wer denn da an Isabelle dran,
souverän und ohne Schwitzen,
eingehakt hat’ sie der Bitzen,
Prinzen, du bist zu gebrauchen,
schafftst den Marschweg ohne Rauchen.
Alles war gelungen und schön,
doch unser Kassierer konnt’ es nicht verstehn,
dass beim Wecken alle da,
es war ein bisschen sonderbar,
von keinem die 30Liter-Spende,
doch das Jahr noch nicht zu Ende.
Zum Schützenfest in Alfen sag ich nur kurz und knapp,
es blieb alles wie gehabt.
Nun schauten wir Spielleut’ noch einmal nach vorn,
zum Schützenfest in Paderborn.
Man kann nur sagen bei sengender Hitze,
dat Wasser lief in alle Ritze,
und dat Gerede vor dem Dom,
aus jedem Mund der gleiche Ton.
Doch am Platz dann endlich angekommen,
wie jedes Jahr uns vorgenommen,
die Stimmung puschen hoch, wie nie,
wir sind sie doch, die Partykompanie.
Montags rieb sich dann einer die Hände,
und erwartete die erste Spende.
Der Zemo, tags zuvor in grün,
musstes Portemonnaie ziehen,
irgendwann da tappen alle,
in Kassierers seine Falle.
Im September dann zuletzt,
spielten wir zum Pfarrenfest,
mit dem Bischoff seine Truppe,
noch mal unsere besten Stücke,
und tranken’s gelbe, kühle Nass,
bis zum allerletzten Fass.
So dat war es wohl Ihr Lieben,
das Trommlerjahr in groben Zügen,
ich hoff es hat euch Spaß gemacht,
habt an einiges zurückgedacht,
so nehm ich noch nen letzten Hub,
es verabschiedet sich „Ne Trommler Bub“,
und geb dem Ganzen seinen Schliff,
sag tschüss und: “Gut Schlag, Gut Schlag, Gut Pfiff“.
( Andreas Rensing, Nordborchen, 08.10.2006 )

